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Wind + Speicher wirtschaftlich denken: Wie Batteriespeicher die Erträge von Windparks steigern

Die Windenergie in Deutschland wächst rasant. Gleichzeitig erschweren Netzengpässe und volatile Börsenpreise häufig den wirtschaftlich optimalen Betrieb. Müssen Windräder abgeregelt werden oder fällt die Vergütung in Zeiten negativer Preise weg, bleiben wertvolle Potenziale ungenutzt. 


Batteriespeicher können dieses Problem lösen: Sie nehmen überschüssige Energie auf und geben sie zu Zeiten hoher Nachfrage wieder ab. So lassen sich Netzengpässe entschärfen, Erzeugung verstetigen und zusätzliche Einnahmen erzielen. 

Je nach Konfiguration unterscheiden sich Co-Location-Projekte teils deutlich in ihrer bilanziellen Struktur und Vermarktungslogik – mit spürbaren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Performance des Speichers.


Warum Wind + Speicher gerade jetzt attraktiv ist 

Mehrere Entwicklungen machen die Kombination von Windparks und Speichern derzeit

besonders interessant. Zum einen sind die Kosten für Batteriespeicher seit 2017 um mehr als 70 Prozent gesunken und Prognosen deuten auf weitere Kostensenkungen in

den kommenden Jahren hin. Zum anderen hat sich der regulatorische Rahmen verbessert: Neue Regelungen ermöglichen es, Netzanschlüsse flexibler zu nutzen, etwa durch gezielte Überbauung oder durch künftige Mischmodelle mit grünem und grauem Strom ab 2026. 

Co-Location bestehend aus Batteriespeichern und Windrädern

Hinzu kommt: Speicher erschließen neue Erlösquellen. Sie können Energie durch Arbitrage marktübergreifend optimieren, Regelleistung erbringen und Verluste durch Abregelungen reduzieren. Für Betreiber bedeutet das: Wer früh investiert, sichert sich nicht nur kostengünstige Technologie, sondern auch knappe Netzanschlusskapazitäten und langfristige Wettbewerbsvorteile. 


Grün oder Grau? Zwei Modelle der Co-Location 

Bei der Kombination von Wind und Speicher lassen sich grundsätzlich zwei Ansätze unterscheiden:

 

  • Graustrom-Modell: Speicher haben in diesem Modell die Möglichkeit, zusätzlich Strom aus dem Netz zu beziehen, der nicht ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt. Dadurch entsteht maximale Flexibilität und das höchste Erlöspotenzial, da sämtliche Strom- und Regelleistungsmärkte zugänglich werden. 

  • Grünstrom-Modell: n diesem Modell werden Speicher ausschließlich mit Strom aus dem angeschlossenen Windpark geladen. Dadurch sind die Handelsmöglichkeiten eingeschränkt, gleichzeitig können jedoch Vorteile in spezifischen Förderprogrammen wie den EEG-Innovationsausschreibungen entstehen. 


Beide Modelle haben ihre Berechtigung – entscheidend ist die richtige Wahl je nach Projektumfeld und Zielsetzung. 


Überbauung als Stellschraube für Erlöse 

Ein weiterer Hebel für die Wirtschaftlichkeit ist die sogenannte Überbauung. Dabei wird am Netzanschlusspunkt mehr Speicherkapazität installiert, als nominell eingespeist werden darf. Simulationen zeigen, dass sich dieses Vorgehen lohnt: 


  • Im Graustrom-Modell sind Überbauungen von 75 bis 100 Prozent wirtschaftlich attraktiv. 

  • Im Grünstrom-Modell liegt das Optimum bei etwa 20 bis 40 Prozent. 


Auch wenn Überbauung dazu führt, dass Speicher und Windanlage sich den Netzanschluss teilen müssen, bleiben die Erlöseinbußen gegenüber einem reinen Speicherbetrieb überschaubar. Die gewonnene Flexibilität macht den Unterschied. 

 

Fazit: Speicher machen Windparks zukunftssicher 

Wind plus Speicher entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Geschäftsmodell der Energiewende. Betreiber können ihre Erträge steigern, Risiken durch Netzengpässe und Preisschwankungen reduzieren und ihre Projekte langfristig stabiler aufstellen. Mit intelligenter Handelssoftware wie dem suena Energy Trading Autopilot lassen sich Speicher zudem in Echtzeit optimieren – für maximale Wirtschaftlichkeit und eine sichere Umsetzung. 

 

Mehr erfahren im Whitepaper 

suena energy und Enercon veröffentlichen ein gemeinsames Whitepaper

Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, findet im gemeinsamen Whitepaper von ENERCON und suena energy detaillierte Simulationsergebnisse, Fallbeispiele und konkrete Handlungsempfehlungen. Es richtet sich an alle, die Windparks nicht nur technisch betreiben, sondern ganzheitlich wirtschaftlich optimieren wollen.

 

Jetzt lesen: „Mehr als Wind: Das volle Potenzial von Windenergie und Batteriespeichern entfalten“

 








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